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Ab 10. November um 20.15 Uhr

9. Oktober 2019 – Warum hassen wir? Was löst dieses Gefühl aus? Was lässt Menschen ihre Menschlichkeit verlieren? Die sechsteilige Doku-Reihe beleuchtet die Geschichte des Hasses und seiner Auswirkungen auf den Einzelnen und die Gesellschaft. Die Oscar-Preisträger Steven Spielberg und Oscar-Preisträger Alex Gibney untersuchen ein vielschichtiges Spektrum von Hass-Mails, Mobbing, ethnisch-religiösen Konflikten, der Verhärtung in der politischen Auseinandersetzung bis hin zu den jüngsten rassistisch motivierten Morden in den USA. Äußerungen von Wissenschaftlern und Journalisten, von Tätern und Opfern sind eingewoben in eine Fülle von dokumentarischen Belegen, die das weltweite Phänomen der Polarisierung in all seinen Bereichen auf erschreckende Weise erhellen.

Jede Folge geht einem speziellen Aspekt nach: dem evolutionären Ursprung von Hass, der Wahrnehmung von anderen als Fremde, der Wirkung von Propaganda, dem Abgleiten in Extremismus, der Eskalation bis zum Völkermord und schließlich der Hoffnung auf ein besseres Selbst.

Foto (c) ZDF/mauritius images

Folge 1: Ursprung – Am 10. November um 20.15 Uhr

Der Anthropologe Brian Hare untersucht die Anfänge des Hasses in der Evolution und seine Ausprägungen in der Gegenwart. Sein Forschungsgegenstand sind unterschiedliche Bonobo- und Schimpansen-Populationen.

Ist Hass ein angeborenes Element des Menschseins, oder sind Menschen fähig, zu lernen und den Hass zu überwinden? Bereits Kleinkinder haben einen Sinn dafür, was richtig und was falsch ist. Trotzdem entwickeln sich einige Menschen zu eiskalten Massenmördern.

Foto (c) ZDF/Mohamed Torokman

Folge 2: Fremde – Am 10. November um 21.00 Uhr

Die Psychologin Laurie Santos untersucht, warum Menschen polarisieren und was sie dazu bringt, andere zu hassen, weil sie nicht der eigenen Gruppe angehören. Warum teilen viele die Welt überhaupt in „wir“ und „sie“?

Menschen urteilen und handeln auf der Basis der Wahrnehmung des anderen. Aufgrund von Herkunft, Religion, politischer Zugehörigkeit oder sozialer Prägung leiten viele ab, wer „zu uns“ gehört und wer nicht. Wissenschaftliche Untersuchungen und Experimente zeigen, dass die extreme Polarisierung zwischen unterschiedlichen Lagern überall auf der Welt eine Kommunikation auf der Grundlage von Fakten nahezu unmöglich macht. Ob Demokraten und Republikaner in den USA oder Israelis und Palästinenser im Nahen Osten: Jede Seite sieht sich als Opfer der anderen. Dabei ist das menschliche Hirn durchaus in der Lage, Wahrnehmungen zu differenzieren und zu entscheiden, ob man Fremden als Freund gegenübertreten will.

Foto (c) ZDF/epa/Erik S. Lesser

Folge 3: Propaganda – Am 11. November um 20.15 Uhr

Der Journalist Jelani Cob untersucht, wie Hass instrumentalisiert wird. Gezielte Falschinformationen und Hetze können Menschen dazu bringen, ganze Bevölkerungsgruppen als „Untermenschen“ zu sehen und mit brutaler Gewalt gegen sie vorzugehen.

Politische Führer überall auf der Welt nutzten und nutzen diese Mechanismen, um das Denken und das Handeln der jeweiligen Bevölkerung zu manipulieren.

 Foto (c) ZDF/Steve Halber

Folge 4: Extremismus – Am 12. November um 20.15 Uhr

Konflikt-Forscherin Sasha Havlicek erklärt, wie Rassismus, religiöser Eifer oder nationalistischer Wahn entstehen können. Was bringt Menschen dazu, sich hasserfüllten Ideologien anzuschließen und gegen Andersdenkende mit Gewalt vorzugehen?

Wie rekrutieren extreme Bewegungen wie der IS neue Anhänger, und welche Rolle spielt die Sprache von populistischen Politikern bei der Radikalisierung breiter Schichten bis hin zu sogenannten Hassmorden?

Foto (c) ZDF/Ben Curtis

Folge 5: Völkermord – Am 13. November um 20.15

Due Juristin Patricia Viseur Sellers untersucht die Rollen der Anführer sowie die der Mittäter und Mitläufer bei Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Sellers zeigt aber auch, warum es immer Menschen gibt, die dem Hass widerstehen.

Was lässt den einen seine Menschlichkeit verlieren und den anderen an ihr festhalten? Jeder Völkermord hat seine Vorgeschichte. Wie bringen politische Führer ihre Anhänger dazu, die schrecklichsten Gräuel zu begehen? Völkermord ist kein spontanes Phänomen. Es muss geplant, organisiert und in den Köpfen der Ausführenden als selbstverständlich verankert werden. Sind alle Menschen dazu fähig? Oder gibt es eine Wahl, sich den menschenverachtenden Mechanismen zu entziehen?

Foto (c) ZDF/Axel Gerdau

Folge 6: Hoffnung – Am 18. November um 20.15 Uhr

Neurowissenschaftler Emile Bruneau zeigt Strategien auf, wie die Fähigkeit zu kritischem Denken, Dialog und Empathie gestärkt werden können, um Menschen zu helfen, dem Hass zu widerstehen.

Wie lässt sich Menschlichkeit bewahren und wie kann man die Folgen des Hasses überwinden? Die Geschichte ist eine Abfolge von Kriegen, Völkermorden und religiösen Konflikten bis hin zur Verfolgung Andersdenkender. Und doch gab es immer wieder Beispiele für eine Versöhnung zwischen ehemaligen Todfeinden. Es ist also nicht unmöglich, den scheinbar endlosen Kreislauf aus Hass und Gewalt aufzubrechen.

Foto (c) ZDF/Imazoch