Foto (c) ZDF/SPIEGEL TV

28. April ab 12.00 Uhr

Am 1. September 2019 jährt sich der Beginn des Zweiten Weltkriegs zum 80. Mal. Mit Blick darauf bietet ZDFinfo die fünfteilige Reihe „Countdown zum Zweiten Weltkrieg“ sowie die zwölfteilige Reihe „Der Zweite Weltkrieg“.

Countdown zum Zweiten Weltkrieg

12.00 Uhr: Täuschung – September bis Dezember 1937

1. September 1937 – noch 730 Tage bis zum Beginn des Zweiten Weltkriegs. Adolf Hitler war seit über viereinhalb Jahren an der Macht. Es gab kaum Widerstand gegen seine Herrschaft. Mit diktatorischen Mitteln und Terror hatte Hitler sich Deutschland unterworfen. In jenen Tagen reiste der amerikanische Filmemacher Julien Bryan durch Nazideutschland. Auch wenn er nicht drehen konnte, was er wollte, gelangen ihm dennoch einzigartige Einblicke.

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12.45 Uhr: Erpressung – Januar bis April 1938

Am 4. Februar 1938 gab Hitler bekannt, dass nicht nur Kriegsminister Werner von Blomberg aus seinem Amt ausgeschieden ist, sondern auch der Oberbefehlshaber des Heeres, Werner von Fritsch. Der Diktator selbst übernahm die Befehlsgewalt über die Wehrmacht und gab sie bis zum Untergang nicht mehr ab. Joachim von Ribbentrop wurde Außenminister, Hermann Göring zum Feldmarschall und zum Stellvertreter des „Führers“ ernannt.

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13.30 Uhr: Verrat – Mai bis September 1938

Anfang Juli 1938 stellte Hermann Göring die wirtschaftlichen Weichen in Richtung Krieg. Neue Produktionsziele betraffen vor allem die Rüstung. Die Wehrmacht sollte alles Nötige bekommen. Die Waffenproduktion lief auf Hochtouren. Der von Krupp-Ingenieuren entwickelte Panzer IV wurde inzwischen in Serie gebaut. Obwohl die Schlagkraft der Wehrmacht ständig wuchs, warnten die Militärs den Diktator vor einem Waffengang. Das könnte einen Konflikt mit den europäischen Großmächten auslösen. Hitler war dennoch zum Krieg entschlossen. Und Hermann Göring unterstützte seine Pläne. Die Luftwaffe sei einsatzbereit, behauptete er wider besseren Wissens.

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14.15 Uhr: Aggression – Oktober 1938 bis April 1939

Am 7. November 1938 verübte der jüdische Jugendliche Herschel Grynszpan in Paris ein Attentat auf den deutschen Diplomaten Ernst vom Rath. Eine Tat mit weitreichenden Folgen: In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden in ganz Deutschland jüdische Geschäfte geplündert und Synagogen in Brand gesteckt  so auch in Kitzingen bei Würzburg. Erhalten gebliebene Gestapo-Akten und zahlreiche Fotos dokumentieren das schreckliche Geschehen:

Hermann Göring versprach sich von antijüdischen Pogromen erhöhte Auswanderungszahlen und damit riesige Gewinne für seine leeren Kassen, denn die Juden müssten ihre Vermögen zurücklassen. „Mir wäre lieber gewesen, ihr hättet 200 Juden erschlagen und hättet nicht solche Werte vernichtet“, sagt Göring.

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15.00 Uhr: Höllenfahrt – April bis August 1939

Am 1. Mai 1939 fanden in Hamburg, Wien und Berlin Maifeiern statt. Am Brandenburger Tor marschierte eine Abordnung der „Deutschen Arbeitsfront“ auf. Auf Gedeih und Verderb sei man aufeinander angewiesen, erklärte Hitler in seiner Rede zum Tag der Arbeit – und erhielt dafür frenetischen Beifall. Am 14. Mai besichtigte der Diktator den „Westwall“ an der Grenze zu Frankreich – eine deutliche Demonstration.

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Der Zweite Weltkrieg

15.45 Uhr: Der Überfall

Am 1. September 1939 eröffnete das Kriegsschiff „Schleswig-Holstein“ das Feuer auf die Halbinsel Westerplatte bei Danzig. Es war der Auftakt zu einem Krieg, der Europa ins Chaos stürzt. Nach dem Abschluss des deutsch-sowjetischen Nichtangriffspakts fühlte sich Hitler stark genug, loszuschlagen. Die Wehrmacht überfiel Polen. Von Anfang an wurde der Krieg mit hoher Brutalität geführt und kostete Zehntausende Zivilisten das Leben.

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16.30 Uhr: Angriff auf Europa

Nach dem Überfall der Wehrmacht auf Polen im Herbst 1939 nahm Hitler Dänemark und Norwegen ins Visier. An der Westfront hingegen herrschte eine seltsame Phase der Ruhe – noch. Obwohl sich die nationalsozialistische Diktatur mit England und Frankreich im Krieg befindet, gab es im sogenannten „Sitzkrieg“ kaum militärische Auseinandersetzungen. Das änderte sich im Frühjahr 1940 mit dem Beginn des deutschen Westfeldzuges.

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17.15 Uhr: Neue Allianzen

Nach dem Sieg über Frankreich war Hitler auf dem Höhepunkt seiner Macht. Er und seine Verbündeten in Italien und Japan wollten die Welt unter sich aufteilen. Doch es gab Rückschläge. Im August 1940 warfen britische Fliegerverbände als Vergeltung für die vorangegangenen deutschen Luftangriffe auf England die ersten Bomben über Berlin ab.

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18.00 Uhr: Die Welt am Abgrund

Im Morgengrauen des 22. Juni 1941 griffen Wehrmachtsverbände die Sowjetunion an. Damit begann ein fast vier Jahre andauernder verbrecherischer Krieg, der Millionen Opfer kostete. Den Generälen der Wehrmacht hatte Hitler bereits Monate zuvor klargemacht, was er vom Krieg gegen die Sowjetunion erwartete. Ein „Vernichtungsfeldzug“ sollte es werden – zur völligen Zerschlagung des sowjetischen Staates und Ausbeutung seiner Bevölkerung.

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18.45 Uhr: Vernichtungskrieg

Im Winter 1941/42 wurde klar: Der erhoffte schnelle Sieg gegen die Sowjetunion würde eine Illusion bleiben. Hitlers Regime setzte jetzt alles daran, wenigstens das zweite Ziel zu erreichen. Hitlers ideologisches Hauptziel: die „Endlösung der Judenfrage“. Anfang 1942 nahmen die ersten Vernichtungslager ihren Betrieb auf, der monströse Massenmord an Europas Juden nahm seinen Lauf. Zugleich schlugen die Alliierten erstmals auf deutschem Boden zurück.

19.30 Uhr: An allen Fronten

Sowjetunion im Sommer 1942: Die deutsche Wehrmacht startete eine Großoffensive im Süden der Front. Das Ziel waren die Ölfelder des Kaukasus. Doch der von Hitler befohlene Vormarsch wüde auf verhängnisvolle Weise enden – in Stalingrad. Die US-Amerikaner kämpften bereits seit Monaten gegen die Truppen des Kaiserreichs Japan – Insel für Insel im Pazifik musste blutig erobert werden.

20.15 Uhr: Totaler Krieg

Im Februar 1943 rief Propagandaminister Joseph Goebbels den „Totalen Krieg“ aus. Es war der verzweifelte Versuch des Regimes, sich gegen die immer klarer werdende Niederlage zu stemmen. Zwei Wochen zuvor hatte die deutsche sechste Armee nach monatelangen Kämpfen in Stalingrad kapitulieren müssen. Im Sommer standen sich die Rote Armee und Hitlers Wehrmacht bei Kursk gegenüber. Es entbrannte die größte Panzerschlacht der Weltgeschichte.

21.00 Uhr: Der Weg in den Untergang

Im Sommer 1943 wurde Hamburg Ziel schwerer alliierter Luftangriffe. Mehrere Tausend Tonnen britischer und US-amerikanischer Bomben lösten einen verheerenden Feuersturm aus. Der Krieg forderte immer mehr zivile Opfer an der deutschen Heimatfront. An den Fronten spitzte sich die Lage für Hitlers Wehrmacht weiter zu. An der Ostfront musste sie sich nach den Niederlagen von Stalingrad und Kursk weiter zurückziehen.