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18. August ab 20.15 Uhr

31. Juli 2020 – Die Reihe nimmt sechs Anschläge ins Visier, die seit Ende des Zweiten Weltkrieges die Geschichte veränderten. Interviews aus erster Hand und Archivmaterial helfen dabei, die schrecklichen Momente zu rekonstruieren. Die Komplexität des Terrorismus wird offengelegt: Denn um die Bedeutung der Terroranschläge zu verstehen, müssen sie aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet und in einen historischen Kontext gesetzt werden.

20.15 Uhr | Folge 1: 1946 – Das Hotel

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Jerusalem, 22. Juli 1946: 91 Menschen sterben bei einer Explosion im legendären „King David Hotel“. Es beherbergt auch die britische Mandatsregierung. Die radikal-zionistische Attentätergruppe Irgun will die Briten aus dem Land jagen und einen jüdischen Staat gründen. Terror gilt der Irgun und ihrem Anführer als legitimes Mittel. 1948 verlassen die Briten Palästina, der Staat Israel wird gegründet. Menachem Begin, Kopf der Irgun, wird drei Jahrzehnte später israelischer Ministerpräsident. Gemeinsam mit Anwar as-Sadat erhält er den Friedensnobelpreis. Dennoch gilt der Anschlag auf das „King David Hotel“ bis heute als umstrittenes Kapitel in der Staatsgründung Israels.

21.00 Uhr | Folge 2: 1956 – Die Bar

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30. September 1956, Algier: Eine Explosion tötet drei Menschen. 50 werden verletzt. Der Bombenanschlag in der „Milk Bar“ im französischen Viertel wird zum Symbol des algerischen Unabhängigkeitskampfes. Für die Attentäterin Zohra Drif und ihre Nationale Befreiungsfront ist Terrorismus ein probates Mittel, um Frankreichs Kolonialherrschaft zu beenden. Nach den Eskalationen des Algerienkrieges gewährt Präsident De Gaulle Algerien 1962 die Unabhängigkeit. Sehr zur Unzufriedenheit nationalistischer Franzosen, die sich in der Geheimarmee OAS organisieren, der Organisation „Armée Secrète“. Ein Bombenanschlag auf den französischen Staatspräsidenten folgt.