4. Dezember 2018 ab 20.15 Uhr

Mainz, 28. November 2018 – Im Berlin der 20er Jahre scheinen alle Regeln außer Kraft gesetzt zu sein: Der Erste Weltkrieg ist überstanden, aus der Monarchie ist eine Republik geworden, und die Stadt versucht trotz Aufständen, Hungersnot und Inflation, wieder auf die Beine zu kommen. In der zweiteiteiligen Dokumentation „Sündenbabel Berlin“ werfen die Filmautoren Michael Kloft und Nathalie Boegel einen Blick auf die deutsche Hauptstadt in dieser bewegten Zeit.

Teil 1: Mörder, Opfer und Ermittler

Während der Anfangszeit der Weimarer Republik erschütterten gleich zwei Massenmörder die Hauptstadt – der eine hatte es vor allem auf Liebespaare abgesehen, der andere bekam den Beinamen „die Bestie von Berlin“ und tötete nur Frauen. In beiden Fällen dauerte es Jahre, bis die Kriminalpolizei die Täter überführen konnte. In der Folge entwickelte Kriminalrat Ernst Gennat die Berliner Mordinspektion mit seinen neuen Methoden zu einer der führenden weltweit.

Teil 2: Drogen, Sex und schwere Jungs

In den 1920er Jahren ereigneten sich in Berlin zahlreiche Mordfälle und andere schwere kriminelle Delikte. Die zwei Tresorknacker Erich und Franz Sass führten die Berliner Kripo jahrelang an der Nase herum. Ihnen gelang ein spektakulärer Einbruch in den Tresorraum der Berliner Diskontobank, den sie offenbar monatelang vorbereitet hatten. Die Höhe ihrer Beute, die bis heute nicht gefunden wurde, ist unbekannt geblieben.

Bilder (c) ZDF und rbb/Polizeihistorische Sammlung