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09. Mai um 20.15 Uhr.

4. Mai 2019 – Die aktuellen Umfragen sind sich darin einig, dass die rechtspopulistischen Parteien bei der Wahl des EU-Parlaments zulegen werden. Sie alle setzen auf lautstarke Stimmungsmache gegen die EU.

Die Folgen für Europa könnten dramatisch sein. Was bedeutet es, wenn ausgemachte EU-Gegner im Europäischen Parlament mehr Gewicht bekommen als bisher? Werden sie einheitliche Positionen beziehen und womöglich durchsetzen können?

Und wie können die Befürworter einer starken EU darauf reagieren?
Eine Schlüsselrolle nimmt dabei Österreich ein – seit die rechtspopulistische FPÖ mit in der Regierung sitzt. So bedient FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky diffuse Feindbilder und setzt auf Zustimmung nationaler Kräfte: „Man kann nur sagen, den Multikulturalisten, den Internationalisten, den EU-Zentralisten, es reicht uns.“ Die kommende Europawahl stilisiert die FPÖ zur Zeitenwende, bei der es gegen die Vision eines vereinten und multikulturellen Europas gehe. Vilimsky in Österreich, Orban in Ungarn und die Pis-Partei in Polen als ideologische Verbündete: Ihr erklärtes Ziel ist die Abwahl von „Juncker, Macron und Merkel“.

Die Dokumentation nimmt darüber hinaus auch rechtspopulistische Bewegungen in Frankreich, Dänemark und Deutschland unter die Lupe. Was macht sie so erfolgreich? Können sie ihre Versprechen halten? Worin besteht ihr gemeinsamer Nenner? Wo liegen die Unterschiede? Und was bedeutet ihr Aufstieg für die Zukunft Europas?