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I Accept

Ab 1. April bei ZDFinfo

Mainz, 26. Februar 2019 – So haben Sie die Erde noch nie gesehen: In der 10-teilige Dokuserie „One Strange Rock – Unsere Erde“ moderiert Hollywood-Star Will Smith gut gelaunt und voller Selbstironie das außergewöhnliche Auf und Ab des Lebens auf der Erde. Atemberaubende Bilder aus dem Weltall  und spektakuläre Naturaufnahmen aus 54 Ländern öffnen die Augen dafür, wie einzigartig unser Planet ist und welche erstaunlichen globalen Zusammenhänge das Leben auf ihm erst ermöglichen.


Foto (c) National Georgraphic/ZDFinfo

Acht Astronautinnen und Astronauten der NASA verleihen der Serie ihre faszinierende Perspektive. Sie berichten über Eindrücke aus dem All, die ihr eigenes Leben und ihre Sicht auf den Planeten grundlegend geändert haben. Mit ihrem Blick auf den blauen Planeten erzählen sie die Geschichte unserer Welt auf neue, spannende Weise. Es ist eine Geschichte aus Schönheit und Drama, bewundernswerter Schöpfung und erschreckender Zerstörung, aus der wieder Neues entsteht. Die Sonne ist kein wohlgesinnter Stern, der uns wärmt. Sie sendet tödliche, alles Leben vernichtende Strahlung aus. Nur die Schutzschilde der Erde garantieren, dass wir überleben. Eine gewaltige Kollision mit einem anderen Planeten zerstörte einst die Erde und verschob ihre Achse, doch sie schuf zugleich den Mond – und unsere Jahreszeiten.

Das, was uns im Alltag ganz normal erscheint, ist erst durch das Zusammenspiel erstaunlicher globaler Vorgänge möglich: Allein dass wir atmen können, ist das Ergebnis zahlreicher Naturwunder. Staubstürme tragen aus afrikanischen Salzwüsten mikroskopisch kleine Kristalle über den Atlantik bis ins Amazonasgebiet, wo sie den Boden düngen und den Regenwald gedeihen lassen. Aus ihm zieht Feuchtigkeit bis zu den Anden, wo sie abregnet und dabei Silikate aus dem Gebirge erodiert. Sie fließen in den Ozean und ernähren dort winzige Kreaturen, die den Großteil des Sauerstoffs auf der Erde produzieren: Diatome. Aus dem All sind sie als leuchtende  Farbkleckse in den Ozeanen zu erkennen. Astronauten auf der Internationalen Raumstation ISS umrunden die Erde an einem Tag sechzehn Mal. Dabei können sie aus 400 Kilometern Höhe solche globalen Prozesse mit eigenen Augen mitverfolgen. All dies kann der Zuschauer nun miterleben, denn die Kameras im All liefern geradezu verstörend beeindruckende Bilder der Vorgänge auf dem blauen Planeten.


Foto (c) NASA/ZDFinfo

Polarlichter sind schon vom Boden aus gesehen berauschend. Vom All aus betrachtet aber bieten sie einen überwältigenden Anblick. Ein in zahlreichen Nuancen und Farbschattierungen strahlender und schimmernder Nebel, der die Erde bis zum Horizont wie verzaubert aufleuchten lässt. Dabei wirkt das Spektakel noch beeindruckender, wenn man im Film erfährt, dass man gerade dabei zusieht, wie sich die Erde vor der tödlichen Sonnenstrahlung schützt. Bei so viel Schönheit der Bilder wird klar, warum die Astronauten berichten, immer wieder überwältigt worden zu sein. Mancher erzählt, sogar beim Weltraumspaziergang geweint zu haben.

Dem Filmemacher Darren Aronofsky ist es in Zusammenarbeit mit National Geographic gelungen, uns beim Blick auf unseren Heimatplaneten wieder staunen zu lassen. In über 100 Drehwochen haben Aronofsky und sein Team auf sechs Kontinenten gedreht und dabei Bilder vom Mikro – und Makrokosmos geschaffen, die zusammen mit den Aufnahmen aus dem All einen neuen, andersartigen Blickwinkel auf die Wunder der Erde schaffen. Die wissenschaftlichen Hintergründe etwa zur Entstehung des Planeten oder des Kreislaufs der Meeres- und Luftströmungen werden ergänzt durch die menschliche Dimension: Das Erleben der Astronauten, die Gedanken und Erfahrungen von Menschen rund um den Globus.

Dem Zuschauer wird es schließlich genauso gehen wie den Astronauten, die völlig verändert wieder auf dem Planeten landeten: Ihre Sicht auf die Erde wird nach jeder Folge eine anderer sein.

Folge 1: Atem | 1. April um 20.15 Uhr

Für uns ist Atmen die scheinbar natürlichste Sache der Welt. Doch jeder einzelne  unserer Atemzüge wird erst möglich durch das Zusammenspiel erstaunlicher Phänomene: Fliegende Flüsse über dem Amazonasbecken, gewaltige Staubstürme in Ostafrika, kollabierende Gletscher in Spitzbergen  und eines der wichtigsten Lebewesen auf der Erde, das die Ozeane bunt färbt. All das ist notwendig für jene hauchdünne, blau-schimmernde Linie, die unseren Planeten umspannt. Vom All aus lässt sich erkennen, wie einzigartig, aber auch fragil die Atmosphäre unserer Erde ist. Wie ist sie entstanden und was hält sie seit Milliarden Jahren aufrecht?


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 2: Sturm | 1. April um 21.00 Uhr

Im Alltag erleben wir die Erde als stabil und sicher. Doch der Schein trügt. Tatsächlich leben wir inmitten eines kosmischen Sturms – so gewaltig wie ein Orkan über dem Ozean, der haushohe Wellen hin und her schleudert. Doch wie die winzigen Mikroben in den Wassertropfen bekommen auch wir nicht mit, welcher Sturm um uns herum tobt. Astronauten erleben auf der Internationalen Raumstation ständig, wie kosmisches Material gegen die Raumstation hagelt oder Meteoriten in der Atmosphäre verglühen. Die Geschichte der Erde ist voller verheerender Kollissionen mit anderen Himmelskörpern.  Sie haben Verwüstungen hinterlassen, aber den Mond, Ozeane und Jahreszeiten geschaffen.  In einer mexikanischen Höhle, der marokkanischen Wüste, an einem Eisfall in den Schweizer Alpen, unter einem Gletscher mit muschelsuchenden Inuit und in der Savanne Namibias wird klar: Erst dieser kosmische Sturm hat unser Leben ermöglicht.

Folge 3: Schutz | 1. April um 21.45 Uhr

Die Sonne ist kein Stern, der es mit uns gut meint. Ihre Strahlung ist tödlich und eines Tages wird sie alles Leben auf der Erde vernichten. Nur dank der Schutzschilde des Planeten ist Leben auf ihm derzeit möglich. Nicht nur die Ozonschicht hält lebensfeindliche UV-Strahlen ab. An einem der gefährlichsten Vulkane der Welt, dem Nyiragongo im Kongo, zeigt sich, wie wichtig radioaktive Elemente im Erdkern für den Schutz vor der Sonne sind. Nur dank ihnen entsteht ein riesiges Magnetfeld, das Millionen Kilometer ins All reicht. Selbst das Regenwetter trägt seinen Teil dazu bei, dass der Planet durch die Hitze der Sonne nicht verbrannt wird. Der gigantische Xiaolangdi – Staudamm in China und der Vulkan Bromo in Indonesien liefern Antworten  auf die Frage, wie die Klimaanlage der Erde funktioniert.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 4: Ursprung | 3. April um 20.15 Uhr

Alles auf der Erde besteht letztendlich aus dem Staub explodierter Sterne – auch wir Menschen. Doch lange Zeit war die Erde lebensfeindlich. Welche Zutaten waren nötig, damit Leben entstehen konnte? Zunächst nur drei: Wasser, Sternenstaub und Energie. Doch es dauerte Milliarden Jahre bis sich daraus die ersten organischen Moleküle bildeten. Als die ersten Zellen mit Membranen entstanden und schließlich eine sauerstofferzeugende Zelle war der Grundstein für jedes weitere Leben gelegt.  Sie ist der Vorfahr aller heutigen Lebensformen. Auch wir tragen den selben Mechanismus in uns, den diese Urzelle einst entwickelte.  Die Reise zu den Ursprüngen des Lebens führt von einer der größten Höhlen der Erde, der Lechuguilla-Höhle in New Mexico, über die riesigen Wasserfälle Salto Angel in Venezuela nach Hongkong , Bali, Island und in die Tiefe der Blue Holes auf den Bahamas.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 5: Überleben | 3. April um 21.00 Uhr

Was haben Sex und Tod miteinander zu tun? Sehr viel: Sie garantieren das Überleben. Nur Sex führt zu mehr Vielfalt unter den Lebewesen und das macht Überleben wahrscheinlicher. Doch Sex hat einen hohen Preis: Den Tod. Nirgendwo wird dies deutlicher als am Mississippi oder im karibischen Meer vor Mexico. Die Geschichte der Erde zeugt von zahlreichen Massensterben. Einige hat der Planet selbst verursacht wie Paläntologen in Südafrika beweisen. Doch nur dank dieser Auslöschung fast allen früheren Lebens gibt es uns, den Menschen. Der Tod ist nie das Ende, sondern schafft den Raum für neues Leben. Das zeigen gigantische Brände in Kalifornien genauso wie der erstaunliche Lebenszyklus der Lachse. Während die Menschen in Ostrussland dies rauschhaft feiern, meditieren Mönche im nordindischen Spiti-Tal darüber: Leben, Sex, Tod und wieder Leben, ein ewiger Kreislauf.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 6: Flucht | 3. April um 21.45 Uhr

Wir glauben, die Erde wäre für immer eine sichere Heimat. Doch vom All aus kann man die  Einschlaglöcher erkennen, die Asteroiden in unseren Planeten geschlagen haben. Manche haben verheerende Verwüstungen verursacht und weltweit Leben ausgelöscht. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der nächste Aufprall stattfindet. Astronauten wie der ehemalige ISS-Kommandant Chris Hadfield sind überzeugt: Um unsere Spezies zu retten, werden wir irgendwann von der Erde fliehen müssen. Doch allein die Reise zu einem anderen Planeten wäre eine extreme Herausforderung. Niemand weiß, was passiert, wenn über Jahre keine Schwerkraft auf uns einwirkt oder wenn sich die Bakterienkultur in unserem Körper verändert. Und halten es Menschen aus, nie mehr frische Luft zu atmen, nie mehr den Wind zu spüren, alles Vertraute und geliebte Menschen für immer hinter sich zu lassen – in unerreichbarer Ferne? Eine Sonnenfinsternis über Idaho, das blaue Blut der Pfeilschwanzkrebse, Wale im Golf von Kalifornien, Klippenspringer in Irland, Freitaucher in Indonesien, das Leben im verstrahlten Tschernobyl sowie eine simulierte Marsstation auf Hawai bieten  Antworten.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 7: Leben | 5. April um 20.15 Uhr

Wir sind umgeben von Leben: Pflanzen, Tiere, kleinste Mikroben. Doch dass Lebewesen die Erde formen und sogar ganze Kontinente entstehen ließen, ist uns nicht bewusst. Kaum nachdem Leben entstand, schuf es aus unserem unwirtlichen Planeten ein Paradies – bis heute: Papageifische produzieren ganze Inseln, aus toten Tieren entstehen hohe Gebirge, Pflanzenwurzeln prägen den Lauf von Flüssen und  Flechten zersetzen Gestein. Es wird ins Meer gespült, sinkt dort in den Erdmantel, wird geschmolzen und von  Vulkanen als Lava wieder auf die Oberfläche geschleudert. So entsteht neues Land – mit Hilfe einfacher Flechten. Ohne das Leben gäbe es wohl keine Kontinente, sondern nur eine einzige große Landmasse. Eine gigantische Saurierfundstätte in Bolivien, die Nahrung der Rentiere am nördlichen Polarkreis,  die Atolle der Malediven, die Tempelanlage von Angkor Wat, der bizarre Enshi Grand Canyon in China, die Marmorbrüche in Carrara oder die verlassene Insel Hashima in Japan zeigen, wie das Leben ständig auf den Planeten einwirkt.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 8: Außerirdische | 5. April um 21.00 Uhr

Für Astronauten steht fest: Wir sind nicht allein im All. Irgendwo da draußen im Weltraum gibt es  Lebewesen. Die Frage ist nur: Wo sind sie und wie intelligent? Hinweise auf außerirdisches Leben finden sich sogar auf der Erde: In Höhlen ohne Licht, in kochend heißen Quellen, auf dem Grund des Ozeans, in Säureseen. Überall existiert Leben. Und die Zutaten dafür gibt es auf vielen Planeten. Doch dass sich in den letzten Milliarden Jahren irgendwo im All genau das gleiche entwickelt hat wie auf unserer Erde –  das ist so unwahrscheinlich wie eine Milliarde mal hintereinander die gleiche Zahl zu würfeln.  Etwas wie uns gibt es wohl nirgendwo. Die Frage, wie das Leben irgendwo in den Weiten des Alls aussehen könnte, führt zu  leuchtenden Larven in den neuseeländischen Waitomo-Höhlen, auf den Kamelmarkt im indischen Pushkar,  in den Hochhausdschungel von Hongkong, aber auch zu Geparden in Namibia und Affen auf Bali.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 9: Erwachen | 5. April um 21.45 Uhr

Ein Gehirn zu haben ist normal? Von wegen. Noch immer kommen die meisten Lebewesen auf der Erde ohne  aus. Warum hat sich überhaupt so etwas Kompliziertes wie das menschliche Gehirn entwickelt? 100 Milliarden Nervenzellen wirken darin zusammen, damit wir komplexe Pläne schmieden und diese auch umsetzen können. Es ist eine der größten Errungenschaften der Evolution. Fast 3 Milliarden Jahre dauerte es, bis sich aus wenigen Neuronen die ersten einfachen Gehirne bildeten. Der weitere Weg zur menschlichen Intelligenz war lange, beschwerlich und voller unglaublicher Zufälle. Eines steht fest: Feuer spielte dabei eine entscheidende Rolle. Und eine Mutation, die uns die Sprache schenkte. Bei den menschlichen Pyramiden in Katalonien, den Adlerjägern der Mongolei, den Makaken auf einer abgeschiedenen thailändischen Insel, beim Stamm der Himba in Namibia, beim Einkaufen mit einer Zuwanderin in China und bei buddhistischen Mönchen im nordindischen Spiti-Tal wird klar, warum und wie sich unser Gehirn entwickeln konnte.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo

Folge 10: Heimat | 5. April um 22.30 Uhr

Jeder Astronaut kehrt verändert aus dem All zurück. Sie haben einen neuen Blick auf die Erde, aber auch auf ihr eigenes Leben. Eines ändert sich für alle in gleicher Weise: Der Ort, den sie als Heimat bezeichnen. Für Astronauten ist es nicht mehr ihr Geburtsort oder ihr Land, sondern der ganze Planet.  Grenzen werden für sie nichtig, denn sie haben gesehen, dass klimatische oder biologische Prozesse den ganzen Planeten umspannen und sich nicht durch Ländergrenzen aufhalten lassen. Monarchfalter fliegen von Iowa bis nach Mexiko und eine unbewohnte karibische Insel verändert sich durch unseren Plastikmüll. In den Steppen Kasachstans, bei den Freitauchern in Indonesien und im Farbenrausch des Holi-Festes im indischen Vrindahan wird dieser Heimatbegriff auch für uns erlebbar. Doch so sehr sich Astronauten als „Erdlinge“ erleben, beim Wiedereintritt in die Atmossphäre droht das Schutzschild ihres Heimatplaneten sie zu verglühen. Spektakuläre Aufnahmen aus einer Raumkapsel machen deutlich, wie gefährlich Weltraummissionen noch immer sind. Eines ist allen acht Astronauten nach ihrer Rückkehr klarer als zuvor: There’s no place like home.


Foto (c) National Geographic/ZDFinfo