(c) ZDF/Andreas Vennewald

24. Mai um 20.15 Uhr

21.04.2020 – Mit fast 200 000 Mitgliedern sollten die Kampfgruppen der DDR eine treue Partei-Miliz sein – auch im Einsatz gegen das eigene Volk. Wie treu ergeben waren die Kampfgruppen dem Regime? Als 1989 die Menschen in der DDR friedlich demonstrierten, forderten alte DDR-Obristen den Einsatz der Kampftruppen gegen die Demonstranten. Ihre Dienstverweigerung in dieser Schicksalsstunde gilt für viele bis heute als ihr größter Verdienst. Ob aus Überzeugung, wegen der Karriere oder um den Pflichten an sogenannten gesellschaftlichen Aktivitäten nachzukommen – die Gründe für die Teilnahme an den DDR-Kampfgruppen waren vielfältig. Die allmächtige Staatspartei SED versuchte, jeden männlichen Bürger zur Verteidigung zu erfassen, der nicht bei der NVA, Polizei oder den Grenztruppen als Reservist gebraucht wurde.

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