1. Mai um 20.15 Uhr bei ZDFinfo

Harvey Weinstein hat sich vom Musikpromoter zu einem der erfolgreichsten Filmproduzenten der Welt hochgearbeitet. Doch der König von Hollywood hat eine Schattenseite: von Anfang an belästigt er massiv seine Assistentinnen, hoffnungsvolle Jungschaupielerinnen und Models und schreckt auch vor Gewaltanwendung nicht zurück. Geschützt von seinem Reichtum, seinem Einfluss und eingeschüchterten Mitwissern erkauft sich Weinstein Jahrzehntelang das Schweigen seiner Opfer – bis das Kartenhaus 2017 zusammenbricht. Im Rahmen der #MeToo-Bewegung fasst sich Schauspielerin Katherine Kendall ein Herz und macht ihre Begegnung mit Weinstein öffentlich. Viele Frauen folgen ihrem Beispiel. Kendall und Schauspielkollegin Sean Young kommen in diesem Film ebenso zu Wort wie Harvey Weinsteins ehemalige Assistentin und sein ehemaliger Produktionsleiter, der zugibt, die ganze Zeit Bescheid gewusst zu haben.

Die Dokumentation lässt die Opfer sexuellen Missbrauchs unzensiert zu Wort kommen. Journalisten und Juristen erzählen ebenfalls, wie sich der Weinstein-Fall über so lange Zeit aufbauen konnte. Eindrucksvoll zeigt der Film, wie Opfer, die sich zu wehren versuchten, gezielt diskreditiert und zum Schweigen gebracht wurden, und wie Weinsteins Mitarbeiter in sein Verhalten involviert waren.

 

Fotos: Harvey Weinstein beim 13. Internationalen Filmfest in Marrakesch (c) Bilddatenbank ZDF: DPA,  Katherine Kendall und Ambra Battilana Gutierrez (c) BBC,