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22. April um 22.30 Uhr

Es sollte das neue Coachella- oder das neue Burning Man-Festival werden. 2017 war das „Fyre Festival“ monatelang in aller Munde. Top-Influencer wie Kylie Jenner und Bella Hadid warben für das angebliche neue Kult-Event. Zielgruppe: Die Jungen, Schönen und Reichen dieser Welt.

Veranstalter Billy McFarland zeigte in seinem Promofilm luxuriöse Anwesen, traumhafte Strände und die größten Stars der Musikszene. Mit teuren Social-Media Kampagnen entstand ein globaler Hype um das Festival und Tickets verkauften sich massenhaft, bis zu 12.000 Dollar teuer.

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Doch das Ganze endete in einem Fiasko. Den Organisatoren fehlten Zeit und Geld zur Planung, sodass zehntausende Besucher durchnässte Zelte statt Luxusvillen, Käsebrote statt Gourmet-Küche und Parkplätze statt Strandblick erwartete. Die angekündigten Bands tauchten erst gar nicht auf und das geplante Luxus-Festival wurde zum Desaster.

Diese Dokumentation wirft die Frage auf, inwiefern die moralischen Abgründe des digitalen Zeitalters einen Betrug dieser Größenordnung überhaupt erst ermöglicht haben. Neben Opfern und Insidern kommt auch der Veranstalter des Festivals und verurteilte Hochstapler Billy McFarland zu Wort.

Billy McFarland (c) Hulu/ZDF

Dieser gründete das Fyre Festival im Alter von 25 Jahren, nachdem er zuvor schon mit einem zwielichtigen Kreditkartenclub für Schlagzeilen gesorgt hatte. Neben McFarland beschäftigt sich die Dokumentation auch mit der Rolle von Rapper Ja Rule, dem Mitveranstalter des Festivals. Und sie zeigt, warum die Millenial-Generation die perfekte Zielgruppe für diesen legendären Betrug war.