Foto: Winfried Kujas, ehem. Produktionschef DDR-Kinderfernsehen (c) ZDF/Andreas Vennewald/Doclights

Am 7. Juni um 20.15 Uhr

In der DDR war das Fernsehen fest in der Hand der Regierungspartei SED. Es unterlag einer ständigen Kontrolle und Anleitung durch Parteifunktionäre. Da aber auch der Klassenkampf mal eine Pause brauchte, gab es neben Propagandasendungen auch kuriose und unterhaltende Formate. Wenige der DDR-Sendungen sind noch heute auf dem Schirm. Für viele kam das Aus gleich nach der Wende. Die Dokumentation stellt die sieben kuriosesten Sendungen des Ost-Fernsehens und ihre Macher vor, darunter die Kindersendung „Unser Sandmännchen“ sowie die Sendungen „Ein Kessel Buntes“ und „Der schwarze Kanal“. Eine der erfolgreichsten Schauspielerinnen des DDR-Fernsehens war die Berlinerin Urte Blankenstein mit ihrer Rolle „Puppendoktor Pille“. Sie ist Gesprächspartnerin in der Dokumentation und tourt auch heute noch als Puppendoktor Pille durch die Lande.

Weitere Gesprächspartner sind unter anderem Dr. Volker Petzold, Buchautor „Das Sandmännchen“, Klaus Feldmann, ehemaliger Nachrichtensprecher der Sendung „Aktuelle Kamera“, Christine Stüber-Errath, frühere Moderatorin von „Aussenseiter Spitzenreiter“ sowie Victoria Herrmann, ehemalige Moderatorin der Sendung „Elf 99“, und Winfried Kujas, früherer Produktionschef des DDR-Kinderfernsehens und Leiter des Sandmann-Archivs. Auch Zeitzeugen wie Heinrich Gebauer, Redakteur der Kultsendung „Willi Schwabes Rumpelkammer“ und Hanna Christian-Janowitz, erste Live-Kamerafrau Europas, erzählen, wie die Sendungen entstanden sind und welche Auswirkungen sie auf Politik und Gesellschaft hatten.