Foto (c) ZDF/Glynnis Jones

17. Juli 2019 – In Deutschland tauchen immer wieder selbst ernannte Bürgerwehren auf, die behaupten, die Straßen wären nicht mehr sicher. Die oft martialischen Auftritte und Streifgänge provozieren. Was steckt hinter dem Phänomen? Die Dokumentation macht sich auf Spurensuche: Wer sind die Akteure? Welche Motivation haben sie? Was ist legal, und wo wird eine Grenze überschritten? Dabei wird schnell klar: So griffig der Begriff „Bürgerwehr“ in Zusammenhang mit Patrouillen im öffentlichen Raum auf den ersten Blick erscheint – dahinter kann sich vieles verbergen: von besorgten Bürgern über reine Netzaktivisten bis hin zu rechtsextremen Gewalttätern, die unter Beobachtung des Verfassungsschutzes stehen.

In der Dokumentation kommen ebenso Opfer zu Wort wie Akteure aus der rechten Szene, Kritiker, Anwohner, Polizisten und Forscher. Unter den Gesprächspartner sind der Extremismusforscher Dr. Andreas Zick (Uni Bielefeld) und der Soziologe Matthias Quent sowie Jana Ulbricht aus der Polizeidirektion Chemnitz und Stephan Doll von der Allianz gegen Rechtsextremismus.