Foto: Eröffnung einer Autobahnstrecke (c) ZDF/Heinrich Hoffmann

30. Dezember ab 20.15 Uhr

20.15 Uhr: Staat des Bösen

9. Dezember 2019 –  Anfang der 1920er-Jahre ist Hitlers NSDAP noch eine unbedeutende Kleinpartei. Auf ihrem Weg an die Macht nutzt sie vor allem zwei Mittel: Propaganda und Gewalt.
Hakenkreuzflaggen, Wahlplakate und Schlägertrupps – eine Mixtur aus Brutalität und Agitation beschert der NSDAP immer mehr Anhänger. Nach der Machtübernahme 1933 baut die Partei dieses System aus. Sechs Jahre später folgen die Deutschen Hitler in den Krieg.

Foto: Hermann Görging bei einem Bankett der UFA (c) ZDF/Heinrich Hoffmann

21.00 Uhr: Aufmarsch zur Apokalypse

Zu Beginn seiner Herrschaft will sich Hitler die Zustimmung der Deutschen mit neuen Arbeitsplätzen und dem Versprechen neuer nationaler Größe sichern. Doch tatsächlich plant er den Krieg.
Ob Autobahn, Wirtschaft oder Militär: Hitlers vermeintliche Leistungen der 1930er-Jahre sind auf Pump, Zwangsmaßnahmen und Plänen der Vorgängerregierungen gebaut. Sie dienen vor allem einem Zweck: Deutschland kriegstüchtig zu machen.
Die Misswirtschaft des NS-Regimes rächt sich nach Beginn des Zweiten Weltkrieges. Die Knappheit an Ressourcen wie Stahl und Öl wird dem deutschen Militär mehr und mehr zum Verhängnis. Um den Mangel zu überwinden, erobert die Wehrmacht neue Länder. Ein Teufelskreis.

Foto: Flugzeuge der deutschen Luftwaffe am Boden (c) ZDF/Heinrich Hoffmann

21.45 Uhr: Mord an einem Volk

Sie ist die Vollstreckerin des NS-Rassenwahns: Heinrich Himmlers „Schutzstaffel“, die SS. Auf dem Höhepunkt ihrer Macht kontrolliert sie den gesamten Terror-Apparat des Hitlerreichs.
Die SS soll die Elite des NS-Regimes bilden und jeden bekämpfen, der zum Feind erklärt wird. Noch 1933 ist sie nur eine kleine Untergruppierung der NSDAP mit geringem Einfluss. Wie macht Himmler sie zur mächtigsten Organisation in Nazideutschland?
Die SS wird später zum Synonym für die Vernichtung des Menschen im NS-Reich. Polizei und Geheimdienst stehen unter ihrer Kontrolle, auf dem Rücken von Zwangsarbeitern errichtet sie ein undurchsichtiges Wirtschaftsimperium. Himmlers schwarzer Orden verfügt über ein Netz von Konzentrationslagern, angebliche Staats- und Volksfeinde werden zu Hunderttausenden interniert. Im Krieg setzt die SS Hitlers Vernichtungspläne in die Tat um und beginnt im Sommer 1941 mit dem systematischen Massenmord an den Juden.

Foto: Heinrich Himmler blickt einem Häftling ins Gesicht (c) ZDF/Heinrich Hoffmann

22.30 Uhr: Welt in Flammen

Als die Niederlage der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg nicht mehr abzuwenden ist, setzt das NS-Regime auf vermeintliche „Wunderwaffen“, um die alliierte Übermacht zu brechen.
Doch ob Düsenjäger oder V2-Rakete, keine der mit hohem Aufwand produzierten Waffen bringt die erhoffte Wende. Hitler schickt das letzte Aufgebot an die Front: Jugendliche und alte Männer, schlecht ausgebildet, mangelhaft bewaffnet. Die Verluste sind gewaltig.
Bis zum Schluss setzt die NS-Führung auf eine umfassende Propaganda, um die Bevölkerung auf Linie zu halten. Doch je näher der Zusammenbruch rückt, desto schwerer fällt es dem Regime, sein System vor dem Kollaps zu bewahren. Extreme Terrormaßnahmen sind die Folge, auf kleine Vergehen steht die Todesstrafe. Zehntausende deutsche Soldaten und Zivilisten werden hingerichtet.

Foto: Hitler und ranghohe NS-Offiziere (c) ZDF/Heinrich Hoffmann