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I Accept

Am 5. Juni ab 20.15 Uhr

Kurz vor der Jahrtausendwende schockieren in Südosteuropa erbitterte Kriege die Weltöffentlichkeit, gefolgt vom Zerfall Jugoslawiens. Noch immer sind die Gräuel dieser blutigen Nachbarschaftskämpfe in den Ländern der ehemaligen Föderation präsent und bis heute ist die Region im Herzen des Balkans nicht zur Ruhe gekommen. Zum zwanzigsten Jahrestag des Kosovo-Krieges versucht die dreiteilige Dokumentationsreihe, den Ursachen der Konflikte auf den Grund zu gehen.

Foto (c) Henning Tietz/CineCentrum

Balkan in Flammen: Pulverfass Jugoslawien (1)

Die Sozialistische Föderative Republik Jugoslawien galt als Titos Utopie eines Vielvölkerstaates. Nach dem Tod des Diktators aber zerbrach das Konstrukt mit rasender Geschwindigkeit. In der Folge „Pulverfass Jugoslawien“ beginnt die Spurensuche in der Vorgeschichte von Jugoslawien: Unter dem Einfluss wechselnder Herrscher und Reiche formte sich über Jahrhunderte ein Ländergebilde, das fünf Nationalitäten, drei Sprachen und nicht zuletzt vier Religionen umfasste.

Foto (c) Tomislav Krnic/CineCentrum

Balkan in Flammen: Ein Land zerfällt (2)

Im Schicksalsjahr 1990 wurden in Jugoslawien die ersten freien Wahlen nach dem Zweiten Weltkrieg abgehalten. Es schlug die Stunde der Nationalisten, der Zusammenbruch des Vielvölkerstaates war nur noch eine Frage der Zeit. Als sich Slowenien und Kroatien für unabhängig erklärten, versank Jugoslawien in einem blutigen Bürgerkrieg. In Kroatien und Bosnien kam es zu Massenvertreibungen, Vergewaltigungen und Morden. Die internationale Gemeinschaft schaute lange untätig zu. Die Schrecken des Krieges veranlassten über zwei Millionen Menschen zur Flucht. Der Höhepunkt der Kriege stand erst noch bevor.

Foto (c) Tomislav Rupic/CineCentrum

Balkan in Flammen: Jugoslawien in Trümmern (3)

Das Massaker von Srebrenica war ein Weckruf für die internationale Gemeinschaft: Nach vier Jahren Krieg auf dem Balkan entschloss sie sich, einzugreifen. Noch im selben Jahr unterzeichneten die Kriegsparteien ein Friedensabkommen. Doch bereits wenig später herrschte wieder Krieg – diesmal im Kosovo. Die NATO griff ein und beendete die Kämpfe. Der Einsatz ohne UN-Mandat war höchst umstritten. Der Balkan galt noch immer als Pulverfass. Bis heute ist eine Versöhnung schwierig. Die Kriege der 1990er-Jahre haben die Region wirtschaftlich weit zurückgeworfen.

  Foto: Wolfgang Tschinger, ehem. Planungsstab des Auswärtigen Amtes (c) Ion Casado/CineCentrum

Mit Hilfe internationaler Experten und bewegenden Aussagen vieler Zeitzeugen untersuchen die Filme die Entstehung des Staatengebildes, die Ära des legendären Diktators Tito, die Jugoslawienkriege in den letzten zehn Jahren des Millenniums – und ihre Auswirkungen auf die Gegenwart. Welche Zukunft hat die Region in einem kriselnden Europa?