Foto: (c) Justin Webster Productions

20. September 2019 – Morgen feiert die sechsteilige Dokumentar-Serie „Nisman – Tod eines Staatsanwalts“ Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival in San Sebastian. Regie führte der Emmy-Preisträger Justin Webster. In Deutschland werden zwei Folgen der non-fiktionalen Serie erstmals am Samstag, 12. Oktober 2019, 18.00 Uhr, auf dem Filmfestival Cologne in Köln präsentiert.

Die Doku-Serie befasst sich mit dem mysteriösen Tod des argentinischen Staatsanwalts Alberto Nisman: 1994 waren in Buenos Aires bei einem Bombenattentat auf ein jüdisches Kulturzentrum 85 Menschen gestorben, mehr als 300 wurden verletzt. Die Aufklärung des terroristischen Anschlags wurde jahrelang verschleppt. Rund zehn Jahre später nahm Staatsanwalt Alberto Nisman Sonderermittlungen auf. 2015 wurde er nur wenige Stunden vor einer Anhörung zu seinen Ermittlungsergebnissen leblos in seinem Apartment aufgefunden – getötet durch einen Kopfschuss.

War es Selbstmord oder Mord? Welche Rolle spielte die damals amtierende argentinische Präsidentin Cristina Fernández de Kirchner? Hatten die Geheimdienste ihre Finger im Spiel? Wie ein Puzzle setzt die Doku-Serie die verschiedenen Elemente zusammen, beleuchtet persönliche Beziehungen genauso wie geopolitische Verstrickungen, wirtschaftliche Abhängigkeiten ebenso wie die Mächte jenseits der Politik – es geht um einen Tod, der bis heute nicht aufgeklärt ist.

Durch eine auf investigative und hochpolitische Inhalte angewandte Krimi-Dramaturgie schafft „Nisman“ ein neues Genre des dokumentarischen seriellen Erzählens: die Politthriller-Dokuserie. „Nisman“ ist eine Produktion von gebrüder beetz filmproduktion mit Justin Webster Productions in Koproduktion mit ZDFinfo, Movistar, Fasten Films und DR. Verantwortliche ZDFinfo-Redakteurin ist Imke Meier.