Hetty Berg (c) Jüdisches Museum Berlin/Yves Sucksdorff

Erstes TV-Portät über die neue Direktorin des Jüdischen Museums Berlin

rbbKultur – Das Magazin durfte einen ersten Blick auf die neue Dauerausstellung des Jüdischen Museums Berlin werfen und zeigt am 23. Mai von 18.30 Uhr bis 19.00 Uhr unter anderem das erste TV-Portät über Hetty Berg in ihrer neuen Funktion.

(c) Jüdisches Museum Berlin/Burkhard Katz

Das Programm:

Ein Tag mit Hetty Berg
Seit dem 1. März diesen Jahres ist Hetty Berg die neue Direktorin am Jüdischen Museum Berlin. Die Erwartungen an sie sind groß. Es steht eine Neukonzeption des Museums an, die Hetty Berg moderieren muss. Am Jüdischen Museum in Amsterdam hat die Niederländerin dafür viel Erfahrung gesammelt. rbbKultur hat ihr einen Tag lang bei der Arbeit zugeschaut.

(c) Jüdisches Museum Berlin

Bülent Durmuş – Der Problemlöser
Bülent Durmuş würde selbst am liebsten Hochhäuser bauen. Stattdessen managt der Architekt seit fast 20 Jahren die Bauvorhaben am Jüdischen Museum Berlin. Er hat dafür gesorgt, dass der berühmten Zickzack-Bau von Daniel Libeskind rechtzeitig eröffnet werden konnte. Auch Libeskinds jüngster Bau, die Akademie im ehemaligen Blumengroßmarkt, wurde von Bülent Durmuş betreut. Niemand kennt die Geheimnisse und Geschichten rund um die Gebäude des Jüdischen Museums besser als er.

Die Künstlerin Yael Reuveny
Die israelische Regisseurin Yael Reuveny lebt und arbeitet seit gut 15 Jahren in Berlin. Bekannt wurde sie mit dem Dokumentarfilm „Schnee von gestern“, in dem sie sich auf die Suche nach ihrem Großonkel macht, der vermeintlich dem Holocaust zum Opfer fiel. Immer wieder hat sie auch filmische Arbeiten für das Jüdische Museum Berlin produziert. Ihre neueste Arbeit „Mesubin“ (die Versammelten) bringt Jüdinnen und Juden in Deutschland zu einem vielstimmigen, manchmal dissonanten Chor zusammen. Sie wird als Teil der neuen Dauerausstellung im JMB zu sehen sein.

Jasmin Tabatabai
Die Schauspielerin Jasmin Tabatabai legt mit „Jagd auf Rehe“ bereits ihr drittes Album als Jazz- und Chansonsängerin vor. Eigentlich wäre sie im Mai auf eine große Tour mit den neuen Songs gegangen. Stattdessen hat Sie in Berlin Zeit für ihr Hobby: das Fotografieren. rbbKultur begleitet sie bei einer Foto-Tour durch die Stadt um beim Einkaufen in ihrem Lieblingsladen für iranische Lebensmittel. Ihre Herkunft aus dem Iran wird auch in ihren Liedern deutlich. Auf dem Album gibt es Neudeutungen von Klassikern oder eben das Persische Lied „Shekare Ahoo“, übersetzt: „Rehe Jagen“. 

Traumsequenzen
Die Erfindung der Polaroids war eine Sensation: Erstmals war es für jeden möglich, die Realität unmittelbar im Bild festzuhalten. Polaroids waren eine Vorwegnahme der heutigen Handyfotografie – mit dem Unterschied, dass es sich um Unikate handelte. Der Berliner Fotograf Leo Seidel hat die Polaroids neu für seine Kunst entdeckt. Er verwendet alte Filme, die er mit einer besonderen Technik entwickelt. Seine Motive sind die Berliner und Brandenburger Schlösser. Seine Polaroids sind nun im Fotoband „Traumsequenzen“ erschienen.

(c) Jüdisches Museum Berlin