Foto v.l.n.r.: Wolfgang Bergmann (CEO ARTE Deutschland/Koordinator ARTE im ZDF) und Stephan Detjen (Vorstand Bundespressekonferenz e.V.) (c) Sven Darmer/DAVIDS

28. September 2019 – Gestern Abend feierte der Dokumentarfilm „Propaganda – Wie man Lügen verkauft“ des kanadischen Regisseurs Larry Weinstein seine Europapremiere in Berlin.

Wolfgang Bergmann (CEO ARTE Deutschland/Koordinator ARTE im ZDF) und Stephan Detjen (Vorstand Bundespressekonferenz e.V.) begrüßten rund 150 Gäste aus Politik, Medien und Gesellschaft zur Veranstaltung im großen Saal der Bundespressekonferenz.

Foto v.l.n.r.: Martin Pieper (Redakteur des Films ARTE/ZDF), Bernd Wilting (Geschäftsführer taglicht media GmbH), Larry Weinstein (Filmregisseur), Wolfgang Bergmann (CEO ARTE Deutschland/Koordinator ARTE im ZDF), Ulrike Demmer (stellv. Regierungschefin) und Bernd Mütter (Programmdirektor ARTE G.E.I.E.) (c) Sven Darmer/DAVIDS

Neben ARTE-Programmdirektor Bernd Mütter, Filmredakteur Martin Pieper und Regisseur Larry Weinstein waren auch die stellvertretende Regierungschefin Ulrike Demmer, der Schauspieler Johannes Brandrup und der Autor und Musikproduzent Tim Renner zu Gast.

Foto v.l.n.r.: Johannes Brandrup (Schauspieler) und Wolfgang Bergmann (CEO ARTE Deutschland/Koordinator ARTE im ZDF) (c) Sven Darmer/DAVIDS

Im Anschluss an die Filmvorführung sprachen Filmregisseur Larry Weinstein und ARTE-CEO Wolfgang Bergmann über den Entstehungsprozess und die Motivationen des Films. ARTE-Programmdirektor Bernd Mütter gab einen kleinen Einblick in den Themenschwerpunkt Propaganda, den der Sender vom 7. bis zum 10. September zeigt.

Foto v.l.n.r.: Stephan Detjen (Vorstand Bundespressekonferenz e.V.) und Larry Weinstein (Filmregisseur) (c) Sven Darmer/DAVID

„Propaganda – Wie man Lügen verkauft“ – 10. September um 20.15 Uhr bei ARTE

 Foto: Uncle Sam auf einem US-amerikanischen Rekrutierungsplakat aus dem Ersten Weltkrieg (c) Library of Congress

Der 90-minütige Dokumentarfilm untersucht die Methoden der Manipulation. Die Dokumentation lenkt die Aufmerksamkeit dabei zunächst auf die Verführungskraft der Kunst: Höhlenmalereien urzeitlicher Schamanen, die religiöse Kunst der Reformation und katholischen Gegenreformation, Street-Art eines Shepard Fairey, dem bekennenden Propagandisten und Erfinder des Obama-Wahlplakates mit der Botschaft „Hope“, und Sabo, ein überzeugter Trump-Fan, der mit seinen Provokationen das demokratische Establishment bekämpft. Politische Künstler wie Ai Weiwei oder Jim Fitzpatrick, Schöpfer des ikonenhaften 68er Plakats von Che Guevara, erklären ihr Verhältnis zu Kunst und Propaganda. Dann weitet sich der Blick Richtung Architektur, Literatur, Musik, Film und neue Medien und zeigt, wie Faschisten, Diktatoren und Terroristen mit diesen Mitteln operieren. Die erfolgreichsten Propagandisten verwenden stets die jeweils neuesten Erzähltechniken. Und wenn dann Emotionen den Verstand ausschalten und die Lüge zur Wahrheit wird, dann feiert Propaganda ihren größten Triumph.

Regisseur Larry Weinstein

Foto: Larry Weinstein (c) Sven Darmer/DAVIDS

Larry Weinstein wurde 1956 in Toronto geboren und drehte bereits als Teenager seine ersten Filme, die sich thematisch vor allem auf Musikgeschichte und die Darstellung kreativer Prozesse fokussieren. Mit seinem Regiedebüt „Making Overtures – The Story of a Community Orchestra“ wurde er 1984 für den Oscar in der Kategorie „Best Documentary Short“ nominiert.

Insgesamt produzierte Weinstein 36 Filme, die weltweit mit Preisen ausgezeichnet wurden. Mitunter gewann er mehrfach den International Emmy, den Canadian Screen Award und den Gemini Award sowie Preise in den USA, Mexiko, der Tschechischen Republik, Frankreich und Australien.

2015 gründete er Larry Weinstein Productions und die Vertriebsfirma Dead Cow International.