BdB-Landesgruppe Bayern informiert über Notlage

Höhere Stundensätze in Verbindung mit einer Erhöhung der Zeitkontingente pro Klient und Monat, so lauten weiterhin die Forderungen des Bundesverbands der Berufsbetreuer/innen e.V. Kerstin Schreyer, Bayerische Staatsministerin für Familie, Arbeit und Soziales, hat sich im Rahmen eines Gesprächs über dieses Anliegen informiert. Die Reformwünsche seien grundsätzlich nachvollziehbar, so Schreyer.

So äußerte sich die Staatsministerin im Gespräch mit Mitgliedern der BdB-Landesgruppe Bayern, das sie in Vertretung des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Markus Söder führte. Neben Brigitte May, Vorsitzende der Landesgruppe Bayern, nahmen Alexander Kutscher, Frank Staeck und Ursula Stichnoth teil sowie Hennes Göers, Mitglied im Bundesvorstand.

Die Ministerin verwies auf ihre fehlende Ressortzuständigkeit, zeigte sich aber offen, den Wunsch nach einer Verbesserung der Rahmenbedingungen positiv zu begleiten und sich dabei mit ihrem Kollegen abzustimmen, Bayerns Justizminister Prof. Dr. Winfried Bausback. In die Ressortzuständigkeit der Sozialministerin fällt die Förderung der Querschnittsarbeit der Betreuungsvereine. Diese wurde in Bayern verdoppelt: 2017 betrug die Förderung 750.000 Euro, 2018 sind es 1,5 Millionen Euro. Eine weitere Erhöhung bleibt dem Haushaltsgesetzgeber vorbehalten.

Über die Belange und besonderen Nöte der Betreuungsvereine wurde die Staatsministerin ausführlich von Hennes Göers informiert, der einen Betreuungsverein leitet. Schreyer erklärte, dass derzeit Förderrichtlinien erarbeitet werden. Die Ministerin betonte dabei die wichtige Funktion von Betreuungsvereinen: „Betreuungsvereine leisten wertvolle Querschnittsarbeit, indem sie u. a. ehrenamtliche Betreuer beraten, unterstützen und über Vorsorgevollmachten informieren.“

Schreyer ist studierte Sozialpädagogin und systemische Therapeutin. Bis 2001 leitete sie eine Caritas-Tagesstätte für psychische Gesundheit, außerdem war sie für die Diakonie und in der sozialpädagogischen Familienhilfe tätig. Durch diese Erfahrungen kennt und schätzt sie die Arbeit von Berufsbetreuer/innen seit langem.

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Foto (c) BdB v.l.n.r., Hennes Göers, Frank Staeck, Kerstin Schreyer, Ursula Stichnoth, Alexander Kutscher, Brigitte May