Drehbeginn für Premium-Produktion von ARTE und ARD

In Luxemburg begannen heute die Dreharbeiten für die dokumentarische Dramaserie über die Geschichte Europas zwischen 1918 und 1939. „18 – Krieg der Träume“ folgt dem Schicksal unterschiedlicher Menschen aus ganz Europa – von Kommunist Hans Beimler über Stummfilmstar Pola Negri und den späteren Auschwitz-Kommandanten Rudolf Höß bis zur österreichischen Ärztin Edith Wellspacher oder der französischen Anarchistin May Picqueray. Zudem gibt es eine Fortsetzung der Geschichte des Kosakenmädchens Marina Yurlova und des Kriegsreporters C.E. Montague aus „14 – Tagebücher des Ersten Weltkriegs“. Dabei wird Geschichte konsequent auf das subjektive Erleben einzelner Menschen verdichtet, ohne sofort vom bekannten Ende auszugehen. Showrunner, Regisseur und Autor Jan Peter: „Wir zeigen das Leben unserer Protagonisten, während es geschieht. Ohne fertige Urteile, ohne den oft besserwisserischen Blick der Nachgeborenen. Geschichte ist das, was auch uns täglich zustößt – mit offenem Ausgang.“

Hintergrund: Das Ende des Ersten Weltkriegs am 11. November 1918 ist für die Menschen in Europa der Beginn einer Reise ins Ungewisse. Der Krieg hat die alte Ordnung der Monarchien und Imperien hinweggefegt. Es beginnt ein intensives, leidenschaftliches und oft gewaltsames Ringen um die beste Utopie. „Clash of Futures“: Demokratie, Kommunismus und Faschismus konkurrieren um die Vorherrschaft. Was das für die Menschen konkret bedeutete, verdeutlicht die dokumentarische Dramaserie „18 – Krieg der Träume“, indem sie die Biografien von vierzehn Frauen und Männern anhand ihrer Tagebücher und Memoiren erzählt.

„18 – Krieg der Träume“ verharrt nicht nur im Gestern, sondern erzählt von der Entstehung der Welt, in der Europäer heute leben. Vieles von dem, was Menschen heute selbstverständlich erscheint, ist erst in jenen einundzwanzig Jahren zwischen 1918 und 1939 entstanden, darunter die Demokratie mit allgemeinem Wahlrecht, die Gewaltenteilung und das Recht auf freie Meinungsäußerung. Aber die Demokratie konnte sich erst nach einem langen Wettstreit mit anderen, mächtigen Utopien durchsetzen. Vom Krieg dieser Ideologien und Utopien und ihrem Ringen um die Herzen und Köpfe von Millionen von Menschen wird die Serie erzählen – daher der Titel „Krieg der Träume“ – bzw. seine englische Entsprechung „Clash of Futures“.

„18 – Krieg der Träume“ ist eine europäische Serienproduktion mit internationalen Partnern und Förderern. Eine Ko-Produktion von LOOKSfilm (Gunnar Dedio), Les Films d’Ici (Serge Lalou), IRIS (Nicolas Steil) mit Fortis Imaginatio in Zusammenarbeit mit ARTE und SWR sowie NDR, WDR, RBB, ORF, CT, SVT, Toute l’histoire, BBC Alba, YLE, NRK, DR, gefördert von MDM, MFG, Creative Europe, CNC und Film Fund Luxembourg. Die mehrsprachige Dramaserie ist der Beitrag von ARTE und ARD zum 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkriegs.

Gedreht wird in Luxemburg, Frankreich, Belgien und Deutschland. Die Ausstrahlung ist für 2018 geplant.

Fotos (c) LOOKSfilm