Willkommen bei NICCC! Schön, dass Sie da sind!|bm@niccc.de

ZDFinfo: Von der Keule zur Rakete – Die Geschichte der Gewalt

Drei neue Folgen am 10.04. ab 20.15 Uhr

Waffen gibt es, seit es Menschen gibt. Wie Waffen die Schlachtfelder der Geschichte geprägt und gleichzeitig Technologie und Zivilisation vorangebracht haben, erzählt die Reihe „Von der Keule zur Rakete – Die Geschichte der Gewalt“. Jede Folge schlägt einen Bogen von der Frühgeschichte der Menschheit bis in die Gegenwart – und fragt schließlich, wo die Waffenentwicklung in der Zukunft hinsteuert. Psychologen, Physiker, Rechtsmediziner und Militärhistoriker kommentieren anschaulich die großen Entwicklungslinien – und widmen sich Mythen und überraschenden Verknüpfungen.

Die vierte Folge von „Von der Keule zur Rakete“ beschäftigt sich mit dem Krieg zur See. So verbreitete das griechische Feuer in antiken Seeschlachten Angst und Terror. Doch das Rezept für die Brandmischung des fast 1500 Jahre alten Flammenwerfers gilt als verloren. Im 16. Jahrhundert beherrschten gewaltige Seeflotten die Weltmeere. Die Kanone verschaffte den Engländern einen entscheidenden Vorteil gegenüber der spanischen Armada: Mit Kugelsalven aus der Distanz schwächten sie deren schwerfällige Schiffe. So hielten sie für lange Zeit die Vormachtstellung auf den Weltmeeren. Vor allem im 20. Jahrhundert brachte der Torpedo den lautlosen Tod aus der Tiefe. Torpedos sind voll mit komplizierter Technik – doch entscheidend für ihre Navigation ist ein kleines Teil im Inneren, das viele als Kinderspielzeug kennen: das Gyroskop.

In der fünften Folge dreht sich alles um das Thema Schnelligkeit. Denn im Kampf spielt der Faktor Zeit eine wichtige Rolle. So sind beispielsweise Streitwagen für ebene Schlachtfelder geeignet. Doch eine Streitwagen-Einheit mit Pferden, erfahrenen Wagenlenkern und Schützen ist teuer – und auch die Herstellung ist High-Tech. Ganz anders verhält es sich mit der Steinschleuder: Materialkosten und Herstellung stellen keine große Herausforderung dar, doch um zielgenau zu treffen, braucht es jahrelange Übung. Auf den Schlachtfeldern lösen Feuerwaffen die Schleudern nach und nach ab, darunter beispielsweise der Colt. Sein Mythos ist auf ewig verknüpft mit einem idealisierten Bild des Wilden Westens. Cowboys, Outlaws und Sheriffs – sie alle haben den Revolver im Anschlag. Doch nur, wer schneller zieht, hat gewonnen.

Die sechste Folge trägt den Titel „Kraft der Zerstörung“. Das erste Maschinengewehr der Welt wurde von einem Briten erfunden: Hiram Maxim entwickelte die zerstörerische Waffe Ende des 19. Jahrhunderts. Bis zu 600 Schüsse kann sie pro Minute abgeben. So waren die beiden Weltkriege im 20. Jahrhundert von ungeheurer Zerstörung geprägt. Daran hat auch die Handgranate einen großen Anteil. Allein auf deutscher Seite wurden im Ersten Weltkrieg 300 Millionen Handgranaten produziert. Und auch der Panzer ist eine der mächtigsten Kriegsmaschinen der Geschichte. Mit seinen breiten Panzerketten kann er fast jedes Gelände durchfahren. Seine starke Panzerung aus Stahl und die treffsichere Bewaffnung machen den Panzer zu einer gefürchteten Waffe.

Fotos (c) ZDF/Roman Radchenko
2018-04-09T13:44:52+00:00