ZDFinfo: Prepper – Leben für den Ernstfall

Neue Folge von „Szene Deutschland“ mit Sascha Bisley

Sind wir noch zu retten, wenn über uns die Katastrophe hereinbricht? Können wir uns auf eine helfende Hand verlassen – auf den Katastrophenschutz, den Staat? Oder müssen wir unser Schicksal selbst in die Hand nehmen? Die sogenannten Prepper (to prepare = sich vorbereiten) haben auf diese Fragen eine klare Antwort: Rette sich, wer kann. Im Krisenfall kann man niemandem vertrauen, außer sich selbst.
Deshalb horten Prepper Vorräte, bauen Bunker und planen minutiöse Exit-Strategien. In der neuen Folge „Prepper – Leben für den Ernstfall“ der Reihe „Szene Deutschland“ taucht Sascha Bisley in diese extrem heterogene Szene ein. Den einen Prepper, das wird schnell klar, gibt es nicht. Was alle eint, sind ihre Vorbereitungen für den Ernstfall.

Dabei tummeln sich in der Prepper-Community mitnichten nur Verschwörungstheoretiker, Apokalyptiker oder durchgeknallte Angsthasen. Viele wollen einfach auf eine Krise, zum Beispiel einen längeren Stromausfall, vorbereitet sein. Zu Preppern gehören Familienväter, die in ihren Kellern für sich, den Partner und die Kinder Konserven und Medikamente lagern, und Städter, die sich in Survival-Camps im Jagen, Feuer machen und Hütten bauen, ausbilden lassen.

Sascha Bisley trifft auf Prepper, die sich dagegen wehren, in die rechte Ecke gedrängt zu werden. Gerne verweisen sie dabei auf das Zivilschutzkonzept der Bundesregierung, das der deutschen Bevölkerung rät, einen zweiwöchigen Vorrat an Lebensmitteln, Medikamenten und Feuermaterial vorzuhalten. Bei einer Feuerwehrübung in der hessischen Provinz lernt Bisley den Einsatzleiter kennen, der in bemerkenswert klaren Worten formuliert, dass der Staat die Bevölkerung im Ernstfall lediglich für sehr kurze Zeit versorgen könne.

„Prepper – Leben für den Ernstfall“ läuft am 10. Januar um 20.15 Uhr bei ZDFinfo.

Fotos: (c) ZDFinfo, Jasper Engel
2018-01-05T11:58:22+00:00