ARTE: Europas Muslime

Kunde:

ARTE Deutschland

Auftrag:

Programm-PR

URL:

Europas Muslime

Jahr:

2017

Maßnahmen:

  • * Pressevorführung und -gespräch am 7.4.2017 in Berlin
  • * Proaktive Ansprache der Journalisten
  • * Koordinierung von Anfragen mit Sender und Agentur
  • * Vermittlung von Interviews mit Nazan Gökdemir und Hamed Abdel-Samad


Selten zuvor wurde so viel über den Islam gestritten wie im Jahr 2016. Ist er eine Religion der Gewalt? Die Journalistin Nazan Gökdemir und der renommierte Islamkritiker und Schriftsteller Hamed Abdel-Samad begaben sich auf eine Reise durch Europa, um mit den Muslimen selbst zu sprechen. Im Kopf: viele Fragen, viel Unsicherheit und eine Menge Gesprächsbedarf. ARTE Deutschland zeigte die zweiteilige Dokumentation am 11. April 2017 ab 20.15 Uhr.

Inhalt:

Es sind aufgeladene Zeiten. Selten zuvor wurde so viel über den Islam gestritten wie im Jahr 2016, nach den Terroranschlägen von Paris, Nizza, Brüssel, Berlin und Istanbul. Ist der Islam eine Religion der Gewalt? Im Sommer 2016 haben sich die Journalistin Nazan Gökdemir und der renommierte Islamkritiker und Schriftsteller Hamed Abdel-Samad auf eine Reise durch Europa begeben, um mit den Menschen, den Muslimen selbst zu sprechen. Im Kopf: viele Fragen, viele Ansichten, viel Unsicherheit und eine Menge Gesprächsbedarf. Was wissen wir heute eigentlich über den Islam und die Muslime? Wie leben sie? Welche Rolle spielen Tradition, Glaube, Regeln, Familie und Politik? Was bewegt sie? Und wie sehen sie sich selbst in Europa? In Berlin treffen Gökdemir und Abdel-Samad unter anderem auf den Islamologen Bassam Tibi, der einst die Vision eines „Euro-Islam“ entwarf. Sie sprechen mit der Autorin Sineb El Masrar („Muslim Girls“) über Emanzipation im Islam und treffen in Paris den ehemaligen Großmufti von Marseille und Verfechter des französischen Laizismus, Soheib Bencheikh. Gemeinsam mit dem Brüsseler Polizisten Hamid Benichou ziehen sie durch den berüchtigten Stadtteil Schaerbeek, der zuletzt als Hort des Terrorismus in die Schlagzeilen geriet. Und sie besuchen die Große Moschee im spanischen Granada – dort, wo die Muslime im 8. Jahrhundert erstmals ihren Weg über die Iberische Halbinsel nach Europa fanden.

Produktionsinformationen:

„Europas Muslime“ von Thomas Lauterbach ist eine Produktion der AVE Publishing GmbH im Auftrag von ARTE und des ZDF. Die Redaktion hatten Martin Ehrmann (Redaktion ARTE/ZDF) und Anne-Laure Goujon (ARTE G.E.I.E).

Pressestimmen:

Neue Züricher Zeitung: „Europas Muslime ist ein beeindruckender Film, weil er dort ansetzt, wo TV-Talks gewöhnlich mit der Feststellung von Ressentiments zur Tagesordnung übergehen. Wobei der Umstand, dass die Fernsehmoderatorin ihren unter Personenschutz stehenden Begleiter aus Sicherheitsgründen bei den Gesprächspartnern nicht ankündigen darf, zu aufschlussreichen Zwischentönen führt.“

FAZ: „Die beiden [Nazan Gökdemir, Hamed Abdel-Samad] repräsentieren die hoffnungsvolle Seite der Reportage, die ansonsten ein Blick in einen tiefen Graben ist, der Hamed Abdel-Samad auch persönlich zu schaffen macht. Wie sehr, sehen wir in einer Szene, in der er im Gespräch mit Nazan Gökdemir um Fassung ringt: „Glauben Sie, dass ich so leben möchte?“

Tagesspiegel: „Geschmeidig im ersten Teil, von Ort zu Ort springend im zweiten, mutet der spannungsreiche Film wie ein Lackmustest im teils wenig auffälligen, teils gefährlich abdriftenden Islam in Westeuropa an. (…) Auch diese Doku ist, trotz unterhaltsamer Szenen, mit Problemen bis an den Rand vollgepackt. (…) Besonders hartnäckig drängt sich die Frage nach der Gewaltbereitschaft und dem Dschihadismus unter der muslimischen Jugend, den Enkeln der Gastarbeiter und Zuwanderer, auf. „Verpisst euch!“ Man vergisst nicht die Drohung in diesem Ruf. Gesprächsoffen zeigen sich eher die Älteren. Ist noch auf einen europäischen Islam zu hoffen, wie ihn vor Jahren der Ex-Kommunist Roger Garaudy in seinem Turm in Córdoba kommen sah? Für Hamed Abdel-Samad scheint das Thema abgetan. Aber warum sucht er dann immer wieder das Gespräch? Weil hier nur der Dialog hilft?“